Die vor zwei Jahren entwickelten konzeptionellen Veränderungen zeigen immer mehr an Wirkung. Mit einer ganz jungen Formation erzielte die schwarzgelbe Talentschmiede im sechsten Jahr ihrer Drittliga-Zugehörigkeit das bislang beste Resultat. Borussia Dortmunds zweite Frauen-Mannschaft hat die Saison 2016/17 am vergangenen Sonntag auf Rang sechs beendet.

Erstmals musste um das vorrangige Ziel Klassenerhalt nicht bis in die Schlussphase gezittert werden. "Die Mädels dürfen stolz auf sich sein und ich bin es auch, wenngleich wir den einen oder anderen Punkt noch mehr hätten verbuchen können. Dazu hat die Erfahrung gefehlt. Die Saison war ein erster Schritt auf unserem weiteren Weg", resümierte Trainerin Natasa Kocevska.

"Abteilung Routine" wird sich zurückziehen

Zur neuen Saison wird sich das Gesicht des Unterbaus noch einmal grundlegend verändern. Die "Abteilung Routine" wird sich zurückziehen. Maren Rynas und Annika Kriwar schließen sich dem benachbarten Oberligisten ASC 09 an. Torfrau Marina Wilkus wird in der Verbandsliga-Formation kürzer treten. Theresa Kuhlmann wechselt zu einem Essener Oberligisten. Marlene Rühling verschlägt das Studium nach Berlin. Die Situation bei Hannah Kuhlmann und Inga Spaan ist noch ungewiss. 

Als ältere Spielerin verbleibt einzig mit ihren 24 Jahren Kapitänin Yasmin Yusif. Drei externe Neuzugänge mit großer sportlicher Perspektive werden das Aufgebot ergänzen. Vom VfL Gummersbach kommt die A-Jugend-Torfrau Anna Meissner. Vom Zweitliga-Absteiger TuS Lintfort und von der JSG HLZ Ahlen werden sich Kreisläuferin Jana Willing und Rückraumspielerin Mari Michalczik, beide Jahrgang 2001 und DHB-Auswahlspielerinnen, dem BVB anschließen. Hinzu gesellen sich die eigenen B-Jugendlichen Hannah Kriese und Carlotta Fege sowie Emily Hagedorn, falls sie als 15-jährige den DHB-Kaderstatus erhält.

Verjüngter und größerer Kader

Kocevska: "Wir gehen die zukünftigen Aufgaben unserem Ausbildungsauftrag folgend mit einem weiter verjüngten und etwas größeren Kader an." Dabei wird der BVB in einer vergleichsweise deutlich stärkeren Liga gefordert sein. Die TSG Eddersheim und der 1. FC Köln haben auf den Aufstieg verzichtet. Von oben kommt der TuS Lintfort. 

Klaus-Peter Ludewig (Ruhr Nachrichten)