Beim BVB 2 ist die wichtigste Personalentscheidung zur kommenden Saison getroffen. Natasa Kocevska tritt die Nachfolge von Trainer Rene Baude an. Die 72-fache mazedonische Nationalspielerin beendete nach dem Erstliga-Aufstieg mit dem BVB im Mai ihre aktive Laufbahn.

Seit 2010 hatte die Rückraumspielerin, die an der Uni Bochum ihren Master als Sportwissenschaftlerin fertigte, das schwarzgelbe Trikot getragen. In den Trainingsbetrieb der Borussia ist Kocevska, in ihrer Heimat mehrfache Meisterschafts- und Pokalgewinnerin sowie Champions-League-Finalistin, schon seit geraumer Zeit integriert. Sie zeichnete in individuellen Einheiten für die Talente in den Bereichen Technik und Athletik verantwortlich. Zudem unterstützte sie letztes Jahr bei der Zweiten während einer Verletzungspause Dagmara Kowalska. Zu Beginn dieser Saison übernahm Kocevska dann die C-Mädels, die aktuell auf dem Sprung zur Westfalenmeisterschaft stehen. Die erfolgreiche Arbeit zeigte bei den Klub-Verantwortlichen Wirkung. "Wir sind sicher, eine gute Wahl getroffen zu haben", gibt sich der Sportliche Leiter Jochen Busch zuversichtlich.

Und die ehrgeizige 31-jährige Trainerin, beruflich beim Sportmedizinischen Institut in Dortmund tätig, freut sich auf die Aufgabe: "Für mich ist es, auch nach Rücksprache mit Ildiko Barna, der richtige Zeitpunkt, die Trainerschiene zu verfolgen." Über den nochmals gesteigerten Aufwand, sie wird zeitnah die B-Lizenz ablegen, ist sich Kocevska im Klaren. Parallel zur Arbeit mit der C-Jugend laufen ihre Vorbereitungen zur nächsten Saison, hoffentlich in Liga drei, bereits auf Hochtouren.

Nach dem spielfreien Wochenende in allen Frauen-Drittliga-Staffeln ist die zweite Garnitur von Borussia Dortmund auch am anstehenden 18. Spieltag nicht im Einsatz. Die richtungsweisende Heimpartie im Abstiegskampf gegen HSV Solingen-Gräfrath wurde auf den 5. April verlegt, da sich Annika Ingenpaß und die nachnominierte Alina Grijseels mit den DHB-Juniorinnen bei der Qualifikation zur U 20-WM (3. bis 17. Juli in Russland) befinden. Die Auswahl muss sich ab Donnerstag in Tschechien gegen den Gastgeber, Bulgarien und Litauen als Erster durchsetzen, um das Ticket zu lösen.

Klaus-Peter Ludewig (Ruhr Nachrichten)