Die Sommerpause ist für die Handballerinnen von Borussia Dortmund definitiv vorbei. Seit Anfang der Woche befindet sich der deutsche Vize-Meister wieder im Training. Am Donnerstagabend traf sich der komplette Kader zur traditionellen offiziellen Begrüßung durch den Abteilungsvorstand im SIGNAL IDUNA PARK, um sich besser kennenzulernen, die Philosophie von Borussia Dortmund aufzunehmen und ganz praktisch alle Details der Vorbereitung durchzugehen. Die Handball-Saison 2022/23 startet am 10. September.

Rupert Thiele, der 2. Vorsitzende der Handball-Abteilung von Borussia Dortmund, begrüßte den neuen Kader des deutschen Vizemeisters auf Englisch. Verständlich, die Mannschaft des BVB ist nicht nur deutlich jünger und durch zahlreiche deutsche Spielerinnen verstärkt worden, gleichzeitig aber auch international geblieben. Spielerinnen aus Schweden, Norwegen, Weißrussland, Serbien und fast schon traditionell aus den Niederlanden treten für den BVB in der kommenden Saison an. 

Der kurzweilige Abend mit Chefcoach André Fuhr startete mit einem Video der BVB-Fußballer aus den vergangenen Jahren: Es ging um Meisterschaften, den Sieg in der Champions League, Zusammengehörigkeitsgefühl, Emotionen, große Kämpfe und legendäre Auto-Korsos. „Diese Eigenschaften und Momente lassen sich vom Fußball auf den Handball übertragen“, sagte Borussen-Coach André Fuhr. Und seine Spielerinnen intonierten mit, als die Stadion-Hymne „Am Borsigplatz geboren“ gespielt wurde.

„Ich wünsche mir, dass wir davon etwas mitnehmen in die Saison“, gab Fuhr seinen Spielerinnen beim Warm-up mit auf den Weg, fer bereits Anfang der Woche mit ersten Trainingseinheiten, Kraftraining sowie mit Leistungs- und medizinischen Test begonnen hatte. „Im Training mussten wir uns wieder an den Ball gewöhnen und gleichzeitig unsere zwölf neuen Spielerinnen integrieren“, blickte Fuhr auf die vergangene Woche zurück. Parallel zum Training verbrachten die Borussinnen viel Zeit mit den Leistungsdiagnostikern der TU Dortmund. Die Wissenschaftler werden wie bislang auch in Zukunft die Handballerinnen mit neuesten Methoden begleiten und beraten. 

Fazit nach der ersten Trainingswoche. „Wir haben noch etwas Arbeit vor uns, wollen uns an das hohe Niveau, was wir benötigen, kontinuierlich heranarbeiten“, so André Fuhr, der bekannt dafür ist, ein hohes konditionelles Level einzufordern: „Grundlage für unser bekannt schnelles Spiel ist die körperliche Fitness“. Damit wurde klar: Nach siebenwöchiger Pause hatte André Fuhr seine Spielerinnen nicht gerade geschont.

Im Laufe des Abends standen nicht nur Kennenlern-Spiele auf dem Programm, sondern auch die Trainings- und Spielphilosophie von André Fuhr („die Trainingseinheiten werden kürzer, aber intensiver“), die Einkleidung der Spielerinnen und die Besprechung der anstehenden Termine in den kommenden Wochen. Bereits einen Tag nach dem Warm-up im SIGNAL IDUNA PARK ging es am Freitagmorgen zum zweitägigen Teambuildung nach Winterberg ins Sauerland. Nach der Rückkehr am Sonntag fahren die Borussinnen zum Stand-up-Paddling und Yoga an den nahen Hengsteysee im Süden von Dortmund.

Die zweite Trainingswoche in der Vorbereitung auf die am 10. September beginnende Saison steht im Zeichen von Krafttraining, ehe am Samstag, 23. Juli, das erste Testspiel absolviert wird. Bei einem Trainingstag in Lintfort geht's zunächst zum Handball in den Sand, später dann aufs Parkett gegen den Zweitligisten TuS Lintfort. Danach gewährt André Fuhr dem kompletten Kader vom 25. bis zum 31. Juli eine trainingsfreie Woche. „Wir haben bis dahin noch viel Arbeit vor uns, die Regeneration wird guttun", so Fuhr. Eine Woche später treten die Dortmunderinnen beim Turnier in Kirchhof (6./7. August) an und treffen dabei auf Zwickau, Werder Bremen und Mainz. Das Trainingslager in Dänemark mit Spielen gegen Viborg und Sonderjyske läuft vom 13. bis zum 18. August.